Trauer wegen des geliebten Tieres

 

 

 

Da ich mich schon seit vielen Jahren mit der Thematik der Trauer auseinandersetze, möchte ich diese ebenfalls nicht vernachlässigen. Trauer wegen eines geliebten Tieres.

 

Viele werden jetzt glauben, dass das doch nicht miteinander vergleichbar ist. Man trauert doch nicht bei einem Tier. Gut, vielleicht ist man traurig, wenn ein Tier die Regenbogenbrücke überquert hat, aber trauern …?

Diejenigen, die ein Tier verloren haben, werden wissen, dass sie trauern. Man empfindet den Schmerz und den Verlust ungemein stark. Dieses geliebte Wesen hat uns doch für eine gewisse Zeit auf unserem Lebensweg begleitet. 

Ob es sich dabei um einen treuen Hund, eine verschmuste Katze, ein drolliges Meerschweinchen oder doch nur um einen kleinen Vogel handelte, ist ebenfalls nicht relevant. 

Ich liebe Tiere, aber ich konnte nie einen Hund oder eine Katze haben.  Seit ich ein Kind war, hatte ich immer wieder Wellensittiche als Haustiere. Und Sie können  mir glauben, dass ich jeden dieser kleinen Piepmätze in mein Herz geschlossen habe. Sie waren und sind meine Lieblinge. Wenn ich einen von ihnen verloren habe, war es ein schmerzhafter Verlust. Schließlich hat mir mein gefiederter Freund so viel gegeben. Er hat mir sein Vertrauen geschenkt, ich habe ihn geliebt und er hat diese Liebe erwidert. Er hat mich zum Lachen gebracht, aber er hat mich auch in schwierigen Zeiten getröstet. Wer ein Tier besitzt, weiß genau, wovon ich spreche. 

Dieses Wesen, dieser treue Freund, möglicherweise auch der Seelenpartner, ist plötzlich nicht mehr da. Die Tage, in denen wir mit ihm gespielt, gelacht und gekuschelt haben, sind vorbei. Was nun? Wie soll man da nicht traurig sein? 

Wir benötigen Verständnis, Mitgefühl und Trost. Deswegen habe ich ein Büchlein speziell für Tierfreunde verfasst. Sie können Fotos in das Buch kleben, um eine Erinnerung an Ihr Haustier zu gestalten. Ebenso wünsche ich mir, dass meine Gedichte Ihnen etwas Trost bringen. Schließlich werden wir feststellen, dass alles, was uns schmerzt, auch ein Zeichen der Liebe ist. Wenn wir nicht geliebt hätten, dann hätten wir auch kein Leid. Wir sollten uns des Gefühls bewusst sein. Die Liebe, die nicht einmal der Tod beenden kann. Wir tragen unser Tierfamilienmitglied für immer in unseren Herzen. Mit  tiefer Dankbarkeit für die Zeit, die wir mit ihm  verbringen durften. Es uns erlaubt hat, sein Freund/sein Mensch zu sein.

 

Herzlichst

Angelika Wolf

 

 

 

  1. Liebe zwischen Mensch und Tier